Madonna Propstei- und Stiftskirche Kleve
Propstei- und Stiftskirche Kleve
14stimmiges Glockenspiel Stiftskirche
Christus König Kirche, Kleve
Madonna Christus-König-Kirche Kleve
St. Mariä Empfängnis (Unterstadtkirche), Kleve
Madonna, St. Mariä Empfängnis Kleve
St. Lambertus Donsbrüggen
Madonna, Kleve-Donsbrüggen
St. Lambertus, Donsbrüggen - Gewölbe
Kapuzinerkirche ("Klösterchen"), Kleve
Kapuzinerkirche Kleve
Krankenhauskapelle
Madonna Krankenhauskapelle Kleve
St. Antonius von Padua Krankenhauskapelle Kleve
Blick vom Altarraum in die Krankenhauskapelle
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Infoblatt_17.12._-_24.12.2017,_3._Adventssonntag.pdf
Infoblatt_10.12._-_17.12.2017,_2._Adventssonntag.pdf

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Hier gibt es Informationen zum:

Hospiz_im_Pfarrhaus_Donsbrüggen.pdf



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Informationen zum Immobilienkonzept bei der Pfarrversammlung am Zukunftstag, 12.11.2017, wörtlich vorgetragen von Propst Mecking:

1) Vorbemerkung:

Schon mit der Fusion der 5 Kirchengemeinden im Jahre 2005 wurde deutlich gemacht, dass zukünftig nicht alle Immobilien im Besitz der Pfarrei bestehen bleiben bzw. reduziert und verändert werden müssen. Die sogenannte ABGF (= Ausgebaute Brutto Grundrissfläche) betrug damals noch 3.386 m2 allein nur für die Pfarrheime. Auf Zukunft werden letztlich nur 1.343 m2 Pfarrheimfläche (vorgegeben nach Anzahl der Katholiken in der Pfarrei) finanziert.

Erste Schritte auf dem Wege der Reduktion dieser ABGF waren die Veräußerung des Don-Bosco-Pfarrheimes im Unterstadtbereich. Weitergehende Schritte waren die Neuplanung des Familienzentrums Christus König an der Merowingerstr. unter Aufgabe der bisherigen Kindertagesstätten Christus-König bzw. des Sprach- und Heil-Kindergartens. Zudem war offenbar die Aufgabe und Profanierung der Christus-König-Kirche beschlossen und für das Jahr 2015 bestimmt. Im Jahre 2015 wurde, auch in der Presse, nochmals darauf hingewiesen, dass die Immobilien der Kirchengemeinde auf dem Prüfstand sind. Dort wurde auch benannt, dass die Zahl der Pfarrheime und Jugendheime so nicht zu halten sind. Hinsichtlich der Kirchengebäude hat die Kirchengemeinde sich damals eher zurückhaltend geäußert bzw. die im Jahre 2015 bestimmte Aufgabe und Profanierung der Christus-König-Kirche zurückgestellt, weil noch keine schlüssige Nachfolgenutzung in Sicht war.

 

2) Umsetzung

Manches ist zwischenzeitlich weiter umgesetzt worden: Das ehem. Pfarrhaus der Unterstadt wurde in Teilen zu einer Wohnung für Flüchtlinge umgebaut.

Das Familienzentrum an der Merowingerstr. ist als 5-gruppige Einrichtung gebaut. Im selben Zuge wurden der Sprach- und Heilkindergarten sowie der alte Christus-König-Kindergarten aufgegeben. Beide Gebäude sind zurzeit als „Ausweichquartiere“ für den Kindergarten der Caritas (im ehem. Sprach-und Heilkindergarten) sowie die Offene Ganztagsbetreuung der Grundschule an den Linden (im ehem. Christus König-Kindergarten) befristet vermietet. Diese beiden Immobilien/Grundstücke sind u.a. für die Refinanzierung des Neubaus des Kindergartens an der Merowingerstraße eingeplant. Ebenso wurde der 2-Gruppen-Kindergarten St. Johannes an der Ackerstr. als Kindertagesstätte der Pfarrei aufgegeben. Das Grundstück und das Gebäude wurde an die „Lebenshilfe“ verkauft, die dort wiederum einen größeren Kindergarten eröffnen möchte.

 

Zwischenzeitlich ergab sich durch den Brand im Familienzentrum Christus-König an der Merowingerstraße im Februar 2016 die Notwendigkeit, diese Einrichtung vorübergehend im Pfarrheim Ons Lind sowie der ehemaligen Altenbegegnungsstätte an der Christus-König-Kirche unterzubringen.

Die Erfahrungen mit der Verlagerung dieser Kindertagesstätte für etwa ein halbes Jahr (es gab z.B. keine räumlichen Engpässe) hat den Kirchenvorstand dann dazu bewogen, die beiden Jugendzentren Karl-Leisner-Jugendheim an der Nassauermauer (als Kalle bekannt) und das Canisius-Center an der Brabanter Straße im Pfarrheim „Ons Lind“ zusammenzuführen.

Diese Entscheidung der Zusammenführung der Jugendzentren in das Pfarrheim Ons Lind wurde der Gemeinde Anfang Juni 2016 im Gottesdienst, durch die Pfarrnachrichten und in der Presse mitgeteilt. Zugleich wurden die Gemeindemitglieder über einen längeren Zeitraum eingeladen, im Gespräch mit den verantwortlichen Gremienmitgliedern nach Lösungen zu suchen, wie das Pfarrheim an der Christus-König-Kirche sowohl für die Jugendarbeit als auch für die Gemeindearbeit genutzt werden kann.

Dass das sowohl für die Gruppen und Verbände, die bislang im Pfarrheim Ons Lind beheimatet waren, aber auch für die beiden Jugendzentren gewisse Einschränkungen bedeuten, ist nachvollziehbar.

 

Aber es gibt, bei allen kritischen Punkten, auch positive Erfahrungen: etwa die gute Annahme des Hauses durch die Kinder und Jugendlichen und durch Kooperation mit dem Offenen Ganztagsbetrieb der Grundschule an den Linden.

Das „neue Kalle“ hat, auch aufgrund des Engagements der Mitarbeiter/innen der Jugendzentren in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen ab September 2016 seinen Betrieb aufgenommen.

Eine Anmerkung zu den Büchereien der Pfarrei: die Katholische Öffentliche Bücherei Christus König, die vormals in einem Raum im Pfarrheim Ons Lind beheimatet war, hat einen neuen Ort in der Grundschule an den Linden gefunden. Dort wird übrigens sehr gute Arbeit im Bereich der der Lesehilfe geleistet. Die Bücherei im Pfarrzentrum an der Stiftskirche wurde Ende 2016 aufgegeben.

Inzwischen ist die Immobilie des ehemaligen Canisius-Centers verkauft, die Immobilie des ehemaligen Karl-Leisner-Jugendheimes wird in die Planungen einer Neubebauung an der Kapitelstr. bzw. Nassauermauer einbezogen.

 

3) Die nächsten Schritte

Damit sind schon die nächsten Planungen angesprochen. Das Grundstück an der Kapitelstraße 8-12 mit dem Pfarrzentrum und der Altenbegegnung (Beginn Baujahr 1975; 1049 m2), mit der Kaplanei und dem Pfarrhaus (Baujahr 1962) sind für den aktuellen Bedarf zu groß oder ungeeignet, auch unter dem Aspekt der Energetik und der Parkplatzsituation.

Daher hat der Kirchenvorstand in den gemeinsamen Überlegungen und nach den Vorgaben mit dem Generalvikariat in Münster entschieden, einen reduzierten Neubau von Pfarrheim und Pfarrhaus/Pfarrverwaltung zu planen. Dazu ist ein Architektenwettbewerb auf den Weg gebracht worden, bei dem 8 Architektenbüros den Auftrag haben, ein neues Pfarrzentrum (150 m2), ein neues Pfarrhaus mit Pfarrverwaltung, in dem Pfarrbüro, Dienstzimmer der Pastoralreferenten, der Verbundleitung der Kindertagesstätten des Verwaltungsreferates sowie zwei Wohnungen für Priester bzw. Seelsorger Platz finden.

 

Der Rest des Grundstückes (ehemaliges Jugendzentrum Kalle, Nassauermauer) ist für Wohnbebauung geplant, voraussichtlich in einem Investorenmodell. Die Wohnbebauung ist allerdings nur eingeschränkt Planungsauftrag für die am Wettbewerb teilnehmenden Architektenbüros.

Das Preisgericht wird Mitte Dezember 2017 tagen. Mit den notwendig einzuholenden Bauanträgen und weiteren Vorbereitungen plant die Kirchengemeinde den Baubeginn von Pfarrzentrum und Pfarrhaus mit Pfarrverwaltung Mitte 2018 und Fertigstellung in 2019. Wie es sich mit dem Thema Wohnbebauung entwickelt, spielt nachrangig eine Rolle.

 

Damit sind noch nicht alle Maßnahmen abgeschlossen: die historischen Kirchengebäude bedürfen einer ständigen Instandsetzung und Unterhaltung. Auch da ist dem Kirchenvorstand nochmals deutlich geworden, dass die Kirchengemeinde nicht einfach alles so weiter laufen kann. So haben die Verantwortlich in einer Klausurtagung im Frühjahr 2017 die Situation der Kirchengebäude der Pfarrei in den Blick genommen und überlegt:

Was braucht die Pfarrei in Zukunft und was ist angesichts der Gottesdienstteilnehmerzahlen und der demographischen Entwicklung auf Dauer sinnvoll.

 

Um unter diesen Aspekten weitsichtig und nachhaltig - es geht nicht um eine akute finanzielle Not! - zu handeln, hat der Kirchenvorstand die Entscheidung getroffen, an das Bistum den Plan heranzutragen, über die Umnutzung des Kapuzinerklosters (das übrigens Eigentum des Bistums ist) und der Christus-König-Kirche nachzudenken. Damit verbunden ist am Ende dann auch die Profanierung der Kapuzinerkirche und der Christus-König-Kirche.

Damit es nicht wieder eine „langfristige Unruhe“ und einen „Schwebezustand“ gibt, hat sich der Kirchenvorstand darauf verständigt, dass diese Planungen Ende 2019/Anfang 2020 abgeschlossen sein sollen, um dann ggfls. die Profanierungen und Umnutzung der Kirchen durchzuführen. Eine klare Zeitschiene hilft, diese Planungen voranzutreiben und letztlich die Entscheidungen herbeizuführen. Erste Überlegungen zur Nachnutzung gibt es schon, aber sie sind noch nicht „spruchreif“. Daher die Bitte um Geduld. Die Gemeindemitglieder werden in den kommenden beiden Jahren über die weiteren Planungsideen rechtzeitig informiert!

Am Ende entscheidet über die Profanierungen der Kirchen der Bischof in Absprache mit seinen bischöflichen Gremien! Wird dort anders entschieden, muss neu überlegt werden.

 

Zum Pfarrhaus Donsbrüggen: Dort gibt es Planungen für ein stationäres Hospiz. Die Überlegungen sind noch nicht abgeschlossen, aber es gibt eine positive Perspektive.

 

4) Schlussbemerkung:

Der Kirchenvorstand hat sich seine Entscheidungen nicht leicht gemacht, aber bittet auch um Verständnis, wenn er seine Verantwortung wahrnimmt. Der Kirchenvorstand ist ein von den Gemeindemitgliedern demokratisch gewähltes Gremium, vergleichbar mit einer parlamentarischen Demokratie. Daher hat der Kirchenvorstand auch das Recht und die Pflicht, nach Rücksprache mit dem Pfarreirat, letztlich die notwendigen Entscheidungen zu treffen, damit nachher nicht der Vorwurf gemacht werden kann, er hätte nicht klug und weitsichtig entschieden. In diesem Sinne die Bitte um eine sachgerechte und faire Diskussion, auch wenn Emotionen sicher nicht außer Acht gelassen werden dürfen.

 

Am Ende ein Wort unseres früheren und inzwischen verstorbenen Diözesanbischofs Dr. Reinhard Lettmann:

„Wer möchte, dass alles so bleibt, wie es ist, für den bleibt am Ende nichts!...“

 

Ich wünsche mir, dass vieles bleibt, vor allem aber Menschen, die aus ihrem Inneren den Glauben leben und bezeugen und so Botinnen und Boten des Evangeliums Jesu sind.

 

Ich danke für Ihre (und Eure) Aufmerksamkeit.

 

(vorgetragen bei der Pfarrversammlung am „Zukunftstag“ von Propst Johannes Mecking, am 12.11.2017, Kolpinghaus Kleve)

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